Fotografie 101: Unterbelichtung vs. Überbelichtung

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Anonim
Kiyoshi Hijiki / Getty Images

Fotografie ist per Definition der Prozess der Aufnahme von Bildern mit Licht. Es spielt keine Rolle, ob Sie Film oder digitale Medien verwenden. Das Konzept ist das gleiche. Licht ist das, was ein Foto zum Funktionieren bringt, und eine gute Belichtung ist erforderlich, um ein gutes Foto zu machen.

Richtige Fotobelichtung

Ein richtig belichtetes Foto ist weder zu hell noch zu dunkel. Eine gute Belichtung umfasst Lichter und Schatten sowie einen unterschiedlichen Kontrast dazwischen. Es spielt keine Rolle, ob das Foto in Farbe oder Schwarzweiß ist.

  • Wenn ein Foto zu dunkel ist, ist es unterbelichtet. Details gehen in den Schatten und den dunkelsten Bereichen des Bildes verloren.
  • Wenn ein Foto zu hell ist, ist es überbelichtet. Details gehen in den Lichtern und den hellsten Teilen des Bildes verloren.

Ein Fotograf weiß mithilfe eines Belichtungsmessers, ob das Bild richtig belichtet ist.

Pro-Tipp: Es ist immer am besten, ein unter- oder überbelichtetes Foto in der Kamera zu korrigieren. Selbst mit digitaler Fotografie kann die beste verfügbare Software keine Details in den Schatten und Lichtern herausziehen, wenn diese Details überhaupt nicht aufgezeichnet wurden.

Unterbelichtete Fotos

Unterbelichtung in der Fotografie bezieht sich auf ein Bild, bei dem zu wenig Licht aufgenommen wurde. Der Grad der Unterbelichtung bestimmt, wie dunkel ein Foto ist.

  • Eine leichte Unterbelichtung kann zu einer Vertiefung der Farbsättigung führen und dies kann ein schöner Effekt sein. Zum Beispiel können die Farben eines Sonnenuntergangs dramatischer werden, wenn Sie von 1: 8 bis 1: 11 anhalten.
  • Eine stärkere Unterbelichtung macht ein Bild zu dunkel, als dass die Motive klar gesehen werden könnten. Dies geschieht oft nachts; Denken Sie nur an eine Straßenszene, in der alles schwach beleuchtet ist. Bei einer schlechten Belichtung können Sie möglicherweise keine Trennung zwischen einer Person und der Wand erkennen, an der sie steht.

Das Korrigieren eines unterbelichteten Fotos ist mit der Kamera sehr einfach. Die einzige Voraussetzung ist, mehr Licht auf die Filmebene oder den digitalen Sensor zu lassen. Es stehen einige Optionen zur Verfügung:

  • Fügen Sie der Szene mehr Licht hinzu. Verwenden Sie dazu einen Blitz oder eine andere Lichtquelle wie einen Reflektor.
  • Ändern Sie Ihre Blende. Öffnen Sie One-Stop (oder bei Bedarf mehr), um mehr Licht einzufangen. Ändern Sie beispielsweise die Belichtung von 1: 8 auf 1: 5,6 und behalten Sie die gleiche Verschlusszeit bei.
  • Verlängern Sie Ihre Verschlusszeit. Wenn sich Ihr Motiv nicht bewegt und Sie ein Stativ haben, haben Sie keine Angst vor langen Verschlusszeiten. Das Umschalten von 1/60 Sekunde auf 1/30 und die Verwendung derselben Blende kann erhebliche Auswirkungen haben.
Ashraful Kadir / Getty Images

Überbelichtete Fotos

Genau das Gegenteil von Unterbelichtung: Sie haben ein Foto überbelichtet, wenn zu viel Licht aufgenommen wurde. Sie werden dies an den Highlights bemerken, bei denen keine Details erfasst werden. Sie werden zu dem, was Fotografen als "ausgeblasen" bezeichnen.

  • Überbelichtung kann zu Ihrem Vorteil verwendet werden, wenn Sie dunkle Szenen und Objekte fotografieren. Durch eine leichte Überbelichtung (nicht mehr als ein Punkt) können Sie Details beispielsweise in einer dunklen Mauer hervorheben.
  • Wenn Sie zu viel überbelichten, verlieren Sie Details in Ihren Lichtern und Ihre Schatten haben einen "schlammigen" oder bla-aussehenden Kontrast. Zum Beispiel macht ein überbelichtetes Foto einer Person, die ein schwarzes Hemd trägt, ihre Haut eher zu pastös und weiß als bräunlich. Das Shirt wird ein unnatürliches Grau mit wenig bis gar keinem Kontrast.

Um ein überbelichtetes Foto zu korrigieren, machen Sie genau das Gegenteil eines unterbelichteten Bildes. Ziel ist es, die Menge des eingefangenen Lichts zu reduzieren. Auch hier haben Sie einige Möglichkeiten:

  • Nehmen Sie Licht von der Szene weg. Gehen Sie in den Schatten oder verwenden Sie einen Reflektor oder ein Tuch, um starkes direktes Licht zu blockieren.
  • Ändern Sie Ihre Blende. In diesem Fall werden Sie anhalten und das bedeutet, dass Sie Ihren Zählerstand auf f / 8 anstatt auf f / 11 verschieben, während Sie die gleiche Verschlusszeit beibehalten.
  • Erhöhen Sie die Verschlusszeit. Behalten Sie die gleiche Blende bei, ändern Sie jedoch die Verschlusszeit. Gehen Sie beispielsweise von 1/60 auf 1/125, damit weniger Licht auf die Filmebene oder den digitalen Sensor fällt.
James O'Neil / Getty Images

Einfache Belichtungseinstellungen

Viele moderne Kameras verfügen über eine integrierte Steuerung, mit der Sie ein Foto schnell über- und unterbelichten können. Dies sieht oft aus wie eine Skala mit einer "0" in der Mitte und Schritten von "+1, +2" rechts und "-1, -2" links. Oft gibt es zusätzliche Inkremente von 1/3 oder 1/2 Stopps zwischen jeder Nummer.

Machen Sie sich mit der Verwendung dieser Skala auf Ihrer Kamera vertraut und machen Sie eine Reihe von Fotos, um zu sehen, wie sie sich auf Ihre Belichtung auswirken. Die Verwendung der Skala wird als "Belichtungsreihe" oder "Belichtungskorrektur" bezeichnet. Auf diese Weise können Sie auf einfache Weise sicherstellen, dass Ihre Fotos die richtige Belichtung erhalten.

Wenn Sie feststellen, dass eine digitale Aufnahme zu dunkel oder zu hell ist, verwenden Sie die Skala, um das nächste Bild, das Sie aufnehmen, zu unter- oder überbelichten. Die Kamera passt automatisch entweder die Verschlusszeit oder die Blende an, um Ihre neue Belichtung auszugleichen.

Pro-Tipp: Achten Sie bei Verwendung der Belichtungsreihenfunktion auf Ihre Verschlusszeit, insbesondere wenn Sie die Kamera in der Hand halten. Denken Sie daran, dass 1/60 Sekunde die langsamste Verschlusszeit ist, die Sie ohne Stativ verwenden sollten, da sonst Ihre Fotos durch Verwacklungen verwischt werden.